Für Bordüren sollten Sie Spezialkleber verwenden. Manche Borten sind übrigens werkseitig schon vorgeleimt. Man kleistert sie aber genauso ein wie unbehandelte: mit einem nassen Schwamm anfeuchten, zusammenlegen, fünf Minuten weichen lassen und dann den Bordürenkleber aufstreichen. Durch das Vornässen wird die Bordüre geschmeidiger und lässt sich besser verarbeiten.
Ebenso wie Tapetenbahnen sollten auch Bordüren nicht mehr als etwa 1 cm um Innenecken oder Außenkanten herumgeklebt werden. Schneiden Sie deshalb bereits den ersten Bordürenstreifen so zu, dass sich das Muster nach der Ecke harmonisch fortsetzt.
Auch bei Tapeten kann es etwas knifflig sein, den richtigen Musterverlauf zu finden. Dann nämlich, wenn es sich um Tapeten mit versetztem Ansatz handelt. Das entsprechende Symbol finden Sie auf der Verpackung. Neben dem Symbol ist auch die Länge des Musterrapports in Zentimetern angeben. Diese Angabe hilft Ihnen, beim Einkauf den Mengenbedarf richtig zu kalkulieren. Denn bei großen Musterrapports kann es passieren, dass Sie aus einer Rolle eine komplette Bahn weniger herausholen als die pauschale Meterberechnung zuvor ergeben hat.
Bei Versatzmustern wird jede zweite Bahn um einen halben Musterrapport versetzt zur vorherigen zugeschnitten. In der Praxis verlässt man sich allerdings eher auf das Augenmaß als auf Zentimeterangaben: Schneiden Sie die erste Bahn zu (Raumhöhe plus 5 bis 10 cm Verschnittzugabe). Suchen Sie sich dann eine markante Musterfolge oder ein bestimmtes Dekor-Element, und verschieben Sie die zweite Bahn so lange in Längsrichtung gegen die erste, bis Sie zu der Stelle gelangen, an der sich das Muster auf der zweiten Bahn fortsetzt. Diese erst dann zuschneiden. Die dritte Bahn läuft wieder wie die erste, die vierte wie die zweite und so weiter.
Wer sich für Mustertapeten entscheidet, sollte vor dem Kauf in Ruhe überlegen, welche Dekore und Farben zu seiner Wohnung passen.
Sie sollten darüber hinaus aber unbedingt auch die Farbtöne von Möbeln, Boden und Vorhängen bei der Gestaltungsplanung berücksichtigen. So heben sich helle Möbel besser vor dunklen Hintergründen ab und umgekehrt.Überlegen Sie auch, wo Sie Bilder hinhängen möchten. Viele kleinere Bilder wirken auf einer gemusterten Wand meist deplaziert, ein einzelnes größeres Bild mit einem farblich abgestimmten, großen Passepartout kann aber sehr gut zur Geltung kommen. Wer in Gestaltungsdetails unsicher ist, sollte sich nicht scheuen, einen Fachmann im Tapetengeschäft zu Rate zu ziehen. Nehmen Sie einige Farbmuster von Textilien und am besten auch ein paar Fotos von Ihrer Einrichtung mit ins Geschäft.